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Elternwille entscheidet über die Sekundarschule

Wenn es nach der Elternbefragung nur zu 68 Anmeldungen zur geplanten Sekundarschule kommt, dann reicht das nicht für eine Genehmigung der Schule aus, obwohl sich die Mehrheit der potentiellen Kandidaten für die Schule entschieden hat. Warum spreche ich von einer Mehrheit, ganz einfach, bei einem Gymnasialanteil von 40 % bleiben von 150 Grundschulabgängern nur noch 90 Schüler für andere Schulformen übrig und da sind 68 Anmeldungen gegenüber 22 nicht überzeugten Eltern aus meiner Sicht eine klare aber eben doch keine ausreichende Mehrheit. Demokratisch wäre die neue Schule legitimiert, praktisch fehlen aber 7 Anmeldungen. Welche Konsequenzen muss man aus der Abstimmung ziehen und was ist jetzt konkret zu tun?

Dass sich 68 Eltern eindeutig für die Sekundarschule entscheiden, ist ein Ergebnis der Informationsabende an den Grundschulen, wo man mit den Eltern über die Vor- und Nachteile gesprochen hat. Skepsis hat sich in der Elternschaft der Realschule breit gemacht, dort ist zu wenig über die Chancen der neuen Schule diskutiert worden. Einzelne Eltern befürchten ein Absinken des Niveaus und ein Verlust an Leistungsorientierung. Der eine oder andere kann sich auch nicht mit dem Ganztag anfreunden. Wir, die wir uns schon vor über einem Jahr in den Fraktionen genau mit diesen Problemen auseinander gesetzt haben, hätten gerne unsere Erkenntnisse an die besorgte Elternschaft weitergegeben, denn es steht außer Zweifel, dass die teilintegrierte Sekundarschule mit einem Ganztag an 3 Schultagen den Bedürfnissen der Kinder sehr wohl gerecht werden kann, ohne dass das Niveau sinken muss. Natürlich haben wir diese Zweifel auch in unserer Fraktion gehabt, aber wir haben uns von den Praktikern überzeugen lassen. Von den Praktikern, die unter den hiesigen Bedingungen genau diese Lösung erfolgreich praktizieren. Wir müssen bereit sein, die glücklicherweise schon vorhandenen Erfahrungen zur Kenntnis zu nehmen und wir müssen bei schulischen Veränderungen darauf vertrauen, dass die Verantwortlichen keine Risiken eingehen, die die Schulausbildung unserer Kinder gefährden. Ich möchte unseren Abwägungsprozess in der Fraktion gerne besorgten Eltern zur Kenntnis geben, dazu muss man sich aber irgendwo mal treffen. Wir müssen jetzt aus der Verunsicherung der letzten Tage während der Abstimmung wieder herauskommen und miteinander sprechen, in welcher Form die beste Sekundarschule realisiert werden kann.

Martin Halbrügge (Vorsitzender Ortsverband B90/Grüne Halver)

Stand Dezember 2015

Die Anmeldungen zur Sekundarschule haben sich sehr erfreulich entwickelt, die Schule wird eher 4-zügig als 3-zügig, jetzt können wir an die eigentliche Aufbauarbeit gehen und den Rahmen für die neue Schule schaffen. Wir werden einige Umbauarbeiten durchführen müssen und nach aktueller Einschätzung benötigen wir zusäätzlichen Raum, weil das pädagogische Konzept der Sekundarschule aber auch die Veränderungen an den anderen Schulen unter anderem am Gymnasium einfach mehr Raum pro Schüler benötigen.