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Alter Markt:

Alter Markt

Seit Jahren ist man in Halver auf der Suche, auf der Suche nach der „neuen Mitte“. Mal fiel der Blick auf das Gebiet im Bereich der neuen Sparkasse, mal – im Zusammenhang mit der Überplanung des Bahnhofsgeländes – auf den Platz vor dem Kulturbahnhof, mal auf das Wippermann-Grundstück. Immer ging es auch um die Frage, in wieweit dadurch die „Frankfurter“ als Haupteinkaufsstraße Halvers gestärkt werden könnte.

Klar ist, das Halver etwas fehlt, was andere Städte haben: einen zentralen Ort, der ganz selbstverständlich ihr Mittelpunkt ist, wie z.B. der Rathausplatz in Wipperfürth oder das Areal vor dem Brauhaus in Lüdenscheid.
Ein solcher Ort prägt ganz wesentlich das Gesicht einer Innenstadt, macht sie unver- wechselbar, entscheidet, ob sie „Flair“ entwickelt. Hier beendet man den Einkaufsbummel, trifft sich, genießt – möglichst im Freien - eine Tasse Kaffee mit Freunden und Bekannten. Hier ist das gefühlte städtische „Zuhause“, der Mittelpunkt der Stadt.

Was folgt daraus für Halver?

• Wer die „Frankfurter“ stärken will, muss dort etwas voranbringen
Es ist sinnvoll, die Discounter ALDI und LIDL in die innere Stadt zurückzuholen, sprich auf das Bahnhofsgelände. Beide leben aber vom „Kofferraumgeschäft“. Wer glaubt, dadurch könne die „Frankfurter“ gestärkt werden, erliegt reinem Wunschdenken. Sollte später zusätzlich ein Voll- sortimenter auf das Wippermanngelände kommen, wäre eine positive Wirkung auf die „Frankfurter“ keineswegs sicher. Leerstände und Fehlnutzungen zeigen, es muss jetzt etwas geschehen !


• Am „Alten Markt“ schlägt das Herz der Stadt
Geht man mit offenen Augen durch unser Städtchen, wird schnell klar, wo die gewachsene, entwicklungsfähige Mitte Halvers liegt. Es ist die „Frankfurter“ mit dem Dreieck Eisdiele/ Alter Markt/Gaststätte Neustadt in ihrer Mitte. Genau hier ist in Ansätzen das vorhanden, was das Herz einer Stadt ausmacht: zentrale Lage, Gastronomie mit Straßenpräsenz, die größte Dichte an unterschiedlichen Geschäften in der unmittelbaren Umgebung.
Aber dieses Herz kann noch nicht frei schlagen.


• Gute Innenstadtatmosphäre und Durchgangsverkehr vertragen sich nicht
Es war nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße das erklärte Ziel von
Verwaltung und Politik, den Durchgangsverkehr in der „Frankfurter“ zu
verhindern. Baumtore und quer gestellte Parkplätze, Grobpflaster und
Tempobegrenzung auf 20 km/h sollten das erreichen. Sieht man vom
Schwerlastverkehr ab, ist dieser Plan offenkundig gescheitert.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen: entweder durch
eine Fußgängerzone z.B. von der Ecke Jugendheimstraße bis zur
Einmündung der „Frankfurter“ in die von Vincke Straße oder durch die
Freihaltung des Kernbereichs nur um den Alten Markt herum. (siehe Skizze).

Wir sprechen uns für diese zweite Variante aus, zumal die Erfahrung damit
zeigen wird, ob später eine Erweiterung sinnvoll sein könnte.


• Kein einziger Parkplatz geht verloren
Den besonderen Charme dieser Lösung sehen wir darin, dass das Problem Durchgangsverkehr gelöst wird und trotzdem auch weiterhin alle Parkplätze vor den Geschäften der vorderen Frankfurter erreichbar wären. Die Situation wäre ähnlich der an Markttagen, nur dass man freie Fahrt bis einschließlich Höhe Commerzbank hätte. Die Kunden könnten sogar deutlich leichter ein- und ausparken. Besonders das Einfädeln in den oft starken Durchgangs-verkehr im Rückwärtsgang führte bisher immer wieder zu unerquicklichen Situationen.

Die Verwaltung sollte beauftragt werden, nach der technisch besten Lösung für einen verkehrsfreien „Alten Markt“ zu suchen, eine Lösung die es
erlaubt, im Notfall eine Durchfahrt von der vorderen zur hinteren „Frankfurter“ zu öffnen. (z.B. durch bewegbare Poller)


Verkehrsfreier „Alter Markt“ stärkt die gesamte „Frankfurter“
Nach Aussagen von Geschäftsleuten in der vorderen „Frankfurter“ gibt es an
den verkehrsfreien Markttagen keine Umsatzrückgänge, im Gegenteil. Auch
wenn es dafür verschiedene Ursachen geben kann, ist diese Tatsache doch
festzuhalten.
Die bereits vorhandene Gastronomie unterstützt unser Vorhaben lebhaft.

Die Attraktivität des verkehrsfreien Platzes würde noch deutlich gesteigert,
wenn es dort zu einer Nutzungsänderung käme. Statt der Massagepraxis
mit dem windgeschützten sehr sonnigen Platz davor könnte an dieser Stelle
z.B. ein Café entstehen. Die Chancen dafür stehen gut.

Je attraktiver Halvers natürlicher Mittelpunkt wird, umso positiver wird die
Ausstrahlung auf die unmittelbar angrenzende Geschäftszone sein.


• Markttage beweisen : „Geht doch“
Auch den Skeptikern müsste einleuchten: Was an Markttagen geht, geht auch allgemein. Es gibt keine unüberwindlichen Probleme. Dem Nachteil, dass wenige kleine Umwege mit dem Auto machen müssten, steht ein enormer Vorteil für alle gegenüber. Halver muss sich nur entscheiden. Die „Frankfurter“ als verkehrsreiche Durchgangsstraße hat ausgedient. Ein neues großräumiges Verkehrskonzept wird dafür sorgen, dass mehr Verkehr auf die Umgehungsstraße geleitet und die Innenstadt entlastet wird.